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Medizinische Studie zur Fußreflexzonenmassage

Fußreflexzonenmassage hilft dem Knie

Bei moderater Kniearthrose kann eine fachgerechte Behandlung der korrespondierenden Fußreflexzonen Schmerzen lindern und die Beweglichkeit verbessern. Das belegt eine am Kompetenzzentrum Naturheilverfahren des Universitätsklinikums durchgeführte Studie. 30 Patienten mit einer mittelschweren Kniegelenksarthrose erhielten über einen Zeitraum von sechs Wochen zwei Mal wöchentlich therapeutische Massagen der entsprechenden Fußreflexzonen.

 

Dabei wurde sowohl das subjektive Urteil der Patienten zum Schmerzempfinden erfragt als auch die Schmerzintensität anhand mehrerer Erhebungsverfahren gemessen. Gleichzeitig wurde die Beweglichkeit des erkrankten Knies geprüft und verglichen. Als Vergleichszeiträume wurden sechs Wochen vor der Behandlung und acht Wochen danach erfasst. „Es zeigten sich während und nach der Fußreflexzonentherapie deutliche Verbesserungen: Die Schmerzintensität ging um mehr als zwei Drittel zurück und die Beweglichkeit des Kniegelenks hat sich durchschnittlich um 12 Grad verbessert", erklärt Prof. Dr. Christine Uhlemann, Leiterin des Kompetenzzentrums Naturheilverfahren, die erzielten Resultate. Fast alle Probanden (92 Prozent) gaben nach der Therapieserie an, dass sich ihr Zustand gebessert habe.

„Damit haben wir erstmals nachvollziehbare Hinweise auf die Wirksamkeit der Fußreflexzonentherapie erbracht", so Prof. Uhlemann. Die Daten würden auch nahe legen, dass die Wirksamkeit der Fußreflexzonentherapie über einen Placebo-Effekt hinausgeht: „Wir haben einen massiven Rückgang der Schmerzintensität um 75 Prozent beobachtet. Sowohl der Belastungsschmerz als auch der Anlaufschmerz der betroffenen Region nahmen signifikant ab", so Dr. Uhlemann.

 

 

Kein Ruheschmerz mehr

„Der Ruheschmerz, also die Intensität der Schmerzen, die auch bei Nichtbelastung des Knies auftreten, ging nach der Therapie sogar auf Null zurück." An Referenzpunkten, also nicht durch die Fußreflexzonentherapie stimulierten Bereichen, waren dagegen keine Veränderungen der Schmerzintensität zu beobachten. „Das zeigt, dass durch die Therapie tatsächlich nur der betroffene Bereich, das erkrankte Knie, beeinflusst wurde", erklärt Prof. Uhlemann. „Allerdings", so schränkt sie ein, „werden wir in schwereren Fällen von Arthrose mit Hilfe der Fußreflexzonenmassage nicht helfen können."

Die Fußrexflexzonentherapie basiert auf der Annahme, dass alle inneren Organe und Strukturen des Bewegungssystems auf den Fußflächen eine „Repräsentation" haben – einen Bereich, dessen Stimulation auf das betreffende Organ oder den Körperteil indirekte Auswirkungen hat, indem durch die Massage die „Selbstheilungskräfte" aktiviert werden. Einen neurophysiologischen Beweis dafür gibt es allerdings nicht. Umgekehrt würden sich in diesen Bereichen am Fuß Erkrankungen und Störungen der jeweiligen Organe oder Körperteile durch Veränderungen, z. B. Verhärtungen des Gewebes, tasten lassen. HR

(Friedrich-Schiller-Universität Jena)

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